Ungewissheit ist schrecklich. Wenn wir keine Nachrichten von Zuhause haben, sind wir geneigt, ängstlich zu werden und lassen uns nicht überzeugen, dass „keine Nachrichten gute Nachrichten“ sind. Der Glaube ist die Heilung für diesen Zustand der Traurigkeit; der Herr lässt durch seinen Geist heilige Heiterkeit über die Seele kommen, und alle Furcht ist verschwunden, sowohl für die Zukunft wie für die Gegenwart.
Die Festigkeit des Herzens, von der der Psalmist redet, sollte fl eißig gesucht werden. Sie ist nicht der Glaube an diese oder jene Verheißung des Herrn, sondern der allgemeine Zustand nicht wankenden Vertrauens auf unsren Gott, die Zuversicht, die wir zu Ihm haben, dass Er uns weder selbst Böses tun will, noch irgendeinem anderen gestatten, uns zu schaden. Diese beständige Zuversicht ist sowohl betreffs des Unbekannten als des Bekannten in unserem Leben. Lass den morgigen Tag sein, was er will, unser Gott ist der Gott des morgigen Tages. Was für Ereignisse auch geschehen sein mögen, die uns unbekannt sind, unser Jehovah ist sowohl der Gott des Unbekannten als des Bekannten. Wir sind entschlossen, dem Herrn zu trauen, komme was da wolle. Wenn das Allerschlimmste geschehen sollte, so ist unser Gott immer noch größer und der Erhabenste. Darum wollen wir uns nicht fürchten, ob auch das Klopfen des Postboten uns erschrecken oder ein Telegramm uns um Mitternacht aufwecken sollte. Der Herr lebt, und was können seine Kinder fürchten?
Charles Spurgeon